One-Health: erfolgreiche Forscher*innen der Infektiologie

Auszeichnungen

Gesundheit als Zusammenspiel von Mensch, Tier und Umwelt im Fokus beim Österreichischen Infektionskongress.

Ein Pokal aus dem Confetti sprüht auf goldenem Hintergrund Ein Pokal aus dem Confetti sprüht auf goldenem Hintergrund © Lukas Gojda - stock.adobe.com

Die Jungforscher*innen der Klinischen Abteilung für Infektiologie und der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde an der Med Uni Graz feierten beim Österreichischen Infektionskongress der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin 2026 große Erfolge. Ines Zollner Schwetz organisierte als Kongresspräsidentin gemeinsam mit Volker Strenger als Kongresssekretär den mittlerweile 18. Infektionskongress in Saalfelden mit dem Hauptthema „One Health – Infektiologie zwischen Mensch, Tier und Umwelt“. Beim Kongress konnten Christina Geiger und Lisa Kriegl von der Klinischen Abteilung für Infektiologie den 1. und 3. Posterpreis für die besten wissenschaftlichen Arbeiten gewinnen. Christina Geiger präsentierte die Ergebnisse ihrer Dissertation zu Hantavirus-Infektionen (Erstbetreuer Stefan Hatzl, Intensivstation der Univ.-Klinik für Innere Medizin), Lisa Kriegl zeigte Ergebnisse zu einer Antimicrobial Stewardship Studie in der Primärversorgung (Projektleitung Ines Zollner Schwetz). Christoph Zurl wurde mit dem 2. Platz der besten mündlichen Fallpräsentationen ausgezeichnet. 

Der One-Health-Ansatz versteht Gesundheit als ein Zusammenspiel von Mensch, Tier und Umwelt. Infektionskrankheiten entstehen und verbreiten sich oft an genau diesen Schnittstellen – etwa bei sogenannten Anthropozoonosen, also Krankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden. Gleichzeitig verändern globale Entwicklungen wie Klimawandel, Umweltzerstörung und die zunehmende Vernetzung unserer Welt die Dynamik von Infektionen erheblich. Steigende Temperaturen, veränderte Lebensräume und intensivere Tierhaltung begünstigen die Entstehung und Ausbreitung neuer Erreger und erhöhen das Risiko von Epidemien und Pandemien. One Health trägt diesen komplexen Zusammenhängen Rechnung, indem es unterschiedliche Disziplinen zusammenführt und Infektionen ganzheitlich betrachtet – von biologischen Grundlagen über Umweltfaktoren bis hin zu gesellschaftlichen Einflüssen. Ziel ist es, Krankheiten besser zu verstehen, frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Damit wird One Health zu einem zentralen Ansatz, um aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Bereich der globalen Gesundheit nachhaltig zu begegnen.

Herzlichen Glückwunsch den Preisträger*innen!