Neugier auf Medizin wecken: Schulklasse zu Besuch

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Besuch an der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde bot spannende Einblicke in Medizin und Forschung.

Eine Gruppe von Kindern sitzt am Boden und hören jemandem zu, der einen Vortrag hält Eine Gruppe von Kindern sitzt am Boden und hören jemandem zu, der einen Vortrag hält Kinder hören bei einem Event zu - © Rawpixel.com - stock.adobe.com

Während nun alle Schüler*innen österreichweit in die Sommerferien gestartet sind, stand für die International Baccalaureate (IB)-Klasse der Volksschule Smart City Graz kurz vor Schulschluss noch ein besonderer Programmpunkt auf dem Stundenplan. Ein Besuch an der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Med Uni Graz bot spannende Einblicke in Medizin, Forschung und den Klinikalltag.

Workshop vermittelt Medizin und Forschung praxisnah

Die International Baccalaureate (IB) ist eine international anerkannte, englischsprachige Schulausbildung mit einem anspruchsvollen Lehrplan, der gezielt auf ein späteres Universitätsstudium vorbereitet. Deshalb wurde auch der rund zweieinhalbstündige Workshop vollständig auf Englisch abgehalten.

Nach einer Einführung in die Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und die Forschung an der Universitätsklinik ging es für die Schüler*innen auf Entdeckungstour. Sie besuchten unter anderem die Ambulanz, die Stationen, den Operationssaal, den Hörsaal und die Forschungslabore. Zum Abschluss konnten die Schüler*innen selbst aktiv werden und bei verschiedenen Hands-on-Stationen erleben, wie Medizin und Forschung in der Praxis aussehen.

Organisiert und durchgeführt wurde der Workshop von HNO-Arzt Alexandros Andrianakis, der sich regelmäßig für den Austausch zwischen Wissenschaft und Schule engagiert.

Alexandros Andrianakis über Wissenschaftskommunikation

„Ich engagiere mich sehr gerne bei solchen Aktionen als Wissenschaftsbotschafter des OeAD, weil sie Kindern einen unmittelbaren und lebendigen Zugang zu Medizin und Wissenschaft ermöglichen. Besonders in der HNO-Heilkunde kann man viele Inhalte anschaulich vermitteln und die Kinder aktiv einbinde, sei es durch Ausprobieren, Beobachten oder gemeinsames Entdecken. Meine Motivation ist es, Neugier zu wecken, Berührungsängste abzubauen und zu zeigen, dass Forschung nicht abstrakt ist, sondern einen direkten Bezug zum Menschen und zur Gesundheit hat. Solche Begegnungen sind aus meiner Sicht ein wichtiger Teil von Wissenschaftskommunikation und gesellschaftlicher Verantwortung.

Ich halte solche Initiativen auch für uns als Universität für sehr wertvoll, weil sie zeigen, wofür universitäre Medizin steht: Wissen schaffen, Wissen weitergeben und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft übernehmen. Ich kann Kolleg*innen nur ermutigen, sich ebenfalls zu engagieren. Es ist eine sehr bereichernde Erfahrung, sowohl für die Kinder, aber auch für uns selbst, weil ihre Fragen, ihre Offenheit und ihre Begeisterung oft einen ganz neuen Blick auf das eigene Fach ermöglichen“, sagt Alexandros Andrianakis.

Wir wünschen allen Schüler*innen und auch unseren Studierenden schöne Sommerferien und danken der Volksschule Smart City Graz für den Besuch.