Med Uni Graz auf Event zum Thema Frauengesundheit in UN-Hauptquartier in New York vertreten

Forschung

Vortrag von Karine Sargsyan beim „Justice in the Digital Age: Advancing Women’s Right to Health in Low-Literacy and Digitally Excluded Contexts“.

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Kürzlich fand im UN-Hauptquartier in New York eine hochrangig besetzte Veranstaltung zum Thema digitale Gerechtigkeit und Frauengesundheit statt. Unter dem Titel „Justice in the Digital Age: Advancing Women’s Right to Health in Low-Literacy and Digitally Excluded Contexts“ diskutierten internationale Expert*innen aus Politik, Wissenschaft und Gesundheitswesen über die Herausforderungen und Chancen digitaler Innovationen im globalen Gesundheitskontext.

Die Medizinische Universität Graz war bei diesem wichtigen Dialog durch Karine Sargsyan vom Büro des Vizerektors für Forschung vertreten. Im Rahmen des Events setzte sie zentrale Impulse zur Rolle von Daten, Künstlicher Intelligenz und Präzisionsmedizin in der Frauengesundheit.

In ihrem Vortrag betonte Karine Sargsyan, dass inklusive Biobanken und diverse Datensätze eine grundlegende Voraussetzung dafür sind, dass KI-gestützte Anwendungen und Präzisionsmedizin insbesondere in der Onkologie gerecht und wirksam für Frauen eingesetzt werden können. Derzeit bestehende Datenlücken und Verzerrungen führen dazu, dass Frauen häufig nicht gleichermaßen von medizinischen Innovationen profitieren.

Ein weiterer Schwerpunkt ihres Beitrags war die digitale Ausgrenzung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Diese verhindere den Zugang zu bahnbrechenden Technologien und verstärke bestehende gesundheitliche Ungleichheiten. Die Wissenschafterin der Med Uni Graz unterstrich, dass ohne gezielte Maßnahmen zur digitalen Inklusion die Vorteile der digitalen Transformation ungleich verteilt bleiben.

Zudem hob sie hervor, dass Geschlechterunterschiede in Krankheitsverläufen bislang unzureichend systematisch erfasst werden. Eine stärkere Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede sei essenziell, um evidenzbasierte und gerechte Gesundheitslösungen zu entwickeln.

Ein zentrales Anliegen ihres Vortrags war die Notwendigkeit, eine Brücke zwischen translationaler Forschung und klinischer Praxis zu schlagen. Nur durch frauenzentrierte Datenerhebung und inklusive Governance-Strukturen könne Digital Health langfristig zu echter Gesundheitsgerechtigkeit und gesteigerter Lebensqualität beitragen.

Abschließend richtete Karine Sargsyan einen klaren Appell an die internationale Gemeinschaft: Frauen müssen stärker in Forschungs- und Entwicklungsprozesse eingebunden werden, um Verzerrungen in KI-Systemen zu vermeiden und nachhaltige, gerechte Innovationen im Gesundheitsbereich zu ermöglichen.

Die Veranstaltung verdeutlichte eindrucksvoll, dass digitale Technologien ein enormes Potenzial für die Verbesserung der globalen Frauengesundheit bieten – dieses jedoch nur durch gezielte Maßnahmen zur Inklusion, Diversität und Gleichstellung vollständig ausgeschöpft werden kann.

Bereits im Februar nahm die renommierte Wissenschafterin als eingeladene Expertin für Foresight in der Medizin und der Digitalen Medizin am Launch des „Voice of Evidence Network – Top 100 Voices of 2026“ teil. Diese Initiative bringt internationale Entscheidungsträger*innen, Wissenschafter*innen und Innovationsführer*innen zusammen, die evidenzbasierte Politikgestaltung, Gesundheitsinnovation und Zukunftsstrategien mitgestalten.

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