Wissenschaftsbotschafter Lars Kamolz zu Gast an der MS Heiligenkreuz am Waasen
Am 12. Mai 2026 besuchte Lars Kamolz, Vorstand der Universitätsklinik für Chirurgie und Leiter der Klinischen Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie der Med Uni Graz die Mittelschule Heiligenkreuz am Waasen. Im Rahmen seines Wissenschaftsbotschafter*innen-Workshops gab er den Schüler*innen einen umfassenden Einblick in das Themenfeld der Regenerativen Medizin und zeigte, wie rasant sich Wissen, Forschung und Technologie weiterentwickeln.
Zu Beginn erklärte Lars Kamolz, was man unter Regenerativer Medizin versteht: ein medizinisches Fachgebiet, das darauf abzielt, geschädigtes Gewebe zu reparieren, zu ersetzen oder sogar vollständig neu entstehen zu lassen. Dazu gehören unter anderem Zelltherapien, Tissue Engineering und moderne Wundheilungstechnologien. Die Schüler*innen erfuhren, welche Methoden früher eingesetzt wurden, welche innovativen Technologien heute bereits Standard sind und welche Entwicklungen in Zukunft möglich sein könnten.
Ein Fokus lag auf praktischen Beispielen aus der modernen Wundbehandlung. Die Schüler*innen konnten einen silberhaltigen Wundverband oder eine Wundauflagen aus der Haut des isländischen Kabeljaus, die bei der Behandlung von Brandverletzungen eingesetzt werden, aus nächster Nähe betrachten. Diese Materialien veranschaulichten, wie innovative Technologien die Heilung unterstützen und die medizinische Versorgung verbessern.
Ein zentrales Anliegen war es, die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung zu vermitteln. Der Wissenschaftsbotschafter zeigte auf, wie rasant sich medizinisches Wissen entwickelt und wie wichtig es ist, neugierig zu bleiben, Fragen zu stellen und kritisch zu denken.
Auch der Themenschwerpunkt Healthy Aging der Medizinischen Universität Graz wurde kurz erläutert und erklärt, dass jede*r selbst viel zu einem gesunden Altern beitragen kann — durch bewusste Ernährung, regelmäßige Bewegung und einen achtsamen Lebensstil.
Der Workshop war für die Jugendlichen nicht nur informativ, sondern auch inspirierend. Die Mischung aus wissenschaftlichem Hintergrundwissen, praktischen Beispielen und einem Blick in die Zukunft der Medizin sorgte für große Begeisterung. Viele Schüler*innen zeigten sich beeindruckt davon, wie vielfältig und spannend medizinische Forschung sein kann.