Was bei der Osterjause nicht fehlen sollte
Egal, ob Sie auf Fleisch, Alkohol oder Zucker verzichtet haben: Mit der Osterjause hat das Fasten traditionell ein Ende. Doch auch wenn die Vorfreude groß ist: Beim ersten Festessen sollte man dennoch Mäßigung walten lassen. Das empfiehlt Ernährungsexpertin Sandra Holasek von der Med Uni Graz, denn: „Übermäßiges Essen, vor allem nach einer Fastenperiode, kann den Körper sehr belasten.“
Was passiert? Unser Magen ist flexibel, kann sich von 200 Milliliter im leeren Zustand auf bis zu 2 Liter Füllmenge ausdehnen. Aber: Eine solche Überdehnung der Magenwand ist natürlich nicht gesund und kann neben einem Völlegefühl, Verdauungsbeschwerden und Sodbrennen zur Folge haben.
Dazu kommt: Die feinen Lebensmittel, die am Ostertisch zusammenkommen, sind wahre Nährstoffbomben. „Fleisch und Eier haben eine sehr hohe Nährstoffdichte, liefern eine große Menge an Eiweiß und können damit den Körper überlasten“, sagt Sandra Holasek. All diese Nährstoffe zu verstoffwechseln, kann für den Körper also Schwerarbeit bedeuten.
Doch Sie können Abhilfe schaffen – indem Sie die Osterjause mit einigen gesunden Zutaten aufpeppen. Dazu zählt zum Beispiel sauer eingelegtes Gemüse, das wie ein Probiotikum wirkt und die guten Bakterien im Darm „füttert“. Gleichzeitig wird damit die Verdauung gefördert. Oder Sie bieten bei der Osterjause frische Salate und saisonales Gemüse an: Diese sind reich an Ballaststoffen, wirken sättigend und verhindern, dass das Ostermahl allzu üppig ausfällt.
Frische Salate als Ballast
Salate der Saison wie Löwenzahn- oder Häuptelsalat, saisonales Gemüse wie Radieschen und Kohlrabi: Auch sie ergänzen den traditionellen Osterkorb und liefern neben wertvollen Nährstoffen auch die Ballaststoffe für eine reibungslose Verdauung.
Saures Gemüse für das Mikrobiom
Die Ernährungsexpertin rät zu sauer eingelegtem Gemüse am Ostertisch: Die enthaltenen Milchsäurebakterien sind es, die den gesunden Mehrwert liefern. „Essiggurkerl sind zum Beispiel ein ausgezeichnetes Probiotikum“, sagt Sandra Holasek. Das heißt: Sie liefern die guten Bakterien, die für ein gesundes Mikrobiom (Darmflora) im Darm sorgen, die Verdauung fördern und krank machende Bakterien in Schach halten. Außerdem sind die sauren Gurkerl auch noch Radikalfänger.
Kren ist ein Nährstoffpaket
Man darf ihn mit Fug und Recht Wunderwurzel nennen: Der Kren ist ein wahres Nährstoffpaket, liefert er doch eine Reihe an sekundären Pflanzenstoffen, antibiotische Substanzen, die scharfen Senföle und Mineralstoffe wie Natrium, Kalium und Magnesium. Besonders hervorzuheben sind die tränenerzeugenden Senföle, die schützend vor Krebs wirken. Und: Kren enthält gleich doppelt so viel Vitamin C wie Zitronen! Damit stärkt die Wurzel die Abwehrkräfte und hält gesund.
Textnachweis: Sonja Krause, Kleine Zeitung vom 03.04.2026
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Lehrstuhl für Immunologie
Medizinische Universität Graz