Preisträger*innen für innovative Lehr- und Lernprojekte
Auszeichnungen
Die prämierten Projekte verbinden Forschung, Praxis und Teamarbeit und machen exzellente Lehre sichtbar und wirksam.
Die ausgezeichneten Preisträger*innen 2026 (in alphabetischer Reihenfolge):
- Das Wahlfach des Instituts für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung (IAMEV) mit dem Titel „Akut- und Notfallmedizin in der Primärversorgung“ von Bernhard Kowalski und Andreas Prenner ist ein praxisnahes Format mit Fokus auf Lernen durch häufiges, kurzes Handeln. Ein eigens entwickeltes Rapid-Sequence-Simulations-Konzept führt durch Szenarien mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Trainiert werden häufige Notfälle in der Allgemeinmedizin – etwa das akute Koronarsyndrom, von typischen Beschwerden bis zu atypischen Herzinfarktzeichen. So werden klinische Entscheidungsfähigkeit, Patient*innensicherheit, strukturiertes Vorgehen, Prioritätensetzung, Teamkommunikation und Reflexion gezielt gestärkt.
- Lukas Peter Mileder (Klinische Abteilung für Neonatologie) entwickelt mit „Der interprofessionelle Kreißsaal“ ein Wahlpflichtfach für Medizinstudierende und Studierende der Studiengänge „Gesundheits- und Krankenpflege“ und „Hebammen“ der FH JOANNEUM. Gemeinsam lernen sie „übereinander, voneinander und miteinander“, um kritisch kranke Neugeborene direkt nach der Geburt sicher zu versorgen. Ziel sind ein klares Rollenverständnis und gemeinsame Kernkompetenzen. Die Umsetzung erfolgt in interprofessionellen Workshops, fallbasierten Gruppenarbeiten, E‑Learning, eigenen Präsentationen und realitätsnahen gemeinsamen Simulationen. Die WHO bewertet interprofessionelles Lernen als wichtigen Baustein für starke Gesundheitssysteme und bessere Behandlungsergebnisse.
Den Sonderpreis für forschungsgeleitete Lehre 2026 erhält Tamara Esterl.
- Tamara Esterl (Klinische Abteilung für Onkologie) erweitert das Spezielle Studienmodul 42 „Krebserkrankungen – von der Praxis zur Genomik“ um die ARNICA Lab Immersion: ein zweitägiges Hands-on‑Forschungsmodul im neu gegründeten Christian‑Doppler‑Labor ARNICA. Studierende durchlaufen die komplette Kette – von der Zellkultur bis zur klinischen Fallbesprechung. Ziel ist die frühe Ausbildung von Physician‑Scientists. Das Modul findet regelmäßig statt, wird laufend evaluiert und ist modular übertragbar. So wird ein bereits sehr gut evaluiertes Lehrformat zum forschungsgeleiteten Schlüsselmodul und verbindet frühe Laborpraxis mit klinischer Ausbildung.