Preisregen für die Med Uni Graz bei der 66. Jahrestagung der ÖOG

Auszeichnungen

Kürzlich konnten sich 4 Kolleg*innen der Universitäts-Augenklinik über Auszeichnungen der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft freuen.

klatschende Hände, klatschen, Beifall, Applaus klatschende Hände, klatschen, Beifall, Applaus ©bilderstoeckchen - stock.adobe.com

Mitte Mai fand im steirischen Wintersportort Schladming die 66. Jahrestagung der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft statt. Im Rahmen dieser wurden zahlreiche Preise für überragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Augenheilkunde übergeben. Mit insgesamt 4 Auszeichnungen war die Med Uni Graz eine der großen Abräumer der Veranstaltung. 

Adele Rabensteiner-Preis für Mathias Mairitsch

Mathias Mairitsch untersucht in seinem Forschungsprojekt den Zusammenhang eines bei Eierstockkrebs eingesetzten Medikaments und dabei auftretende Nebenwirkungen, die das Auge betreffen. Mit dem Preisgeld können neue Analysekits angeschafft werden. Die Kenntnis des zugrundeliegenden Mechanismus könnte zu einem verbesserten therapeutischen Management führen und damit die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Das Forschungsprojekt stellt einen Teilbereich der Dissertation von Mathias Mairitsch dar. 

Förderpreis des Magazins "Spektrum der Augenheilkunde" für Lukas Höflechner

Lukas Höflechner und sein Team erhielt den Förderpreis für das Forschungsprojekt “Preserflo MicroShunt versus Trabekulektonie bei Patient*innen mit unkontrolliertem Glaukom”. Diese Studie verglich zwei Operationsmethoden zur Behandlung des Glaukoms. Beide Verfahren senkten den Augeninnendruck wirksam. Die Trabekulektomie als „golden standard Therapie“ führte häufiger zu einem zu niedrigen Augeninnendruck nach der Operation, während beim Preserflo MicroShunt häufiger Nachbehandlungen nötig waren. Insgesamt zeigten beide Methoden ähnliche Ergebnisse, sodass die Wahl der Behandlung individuell getroffen werden sollte.

Forschungspreis der Firma Roche für Elena Moser

Das Tumorzentrum an der Universitäts-Augenklinik der Medizinischen Universität Graz nimmt seit Jahren sowohl in Österreich als auch international eine Vorreiterrolle bei der Probenentnahme von Läsionen der Aderhaut ein. In einer retrospektiven Analyse wurde nun untersucht, wie sicher und aussagekräftig transvitreale Biopsien sind und welchen Einfluss die Biopsie auf die Sehkraft hat. Für die Aufarbeitung und Präsentation der Ergebnisse wurde Elena Moser mit dem Forschungspreis der Firma Roche in Höhe von € 2.000 ausgezeichnet. Die Studie unterstreicht die wichtige Rolle transvitrealer (=durch den Glaskörper des Auges hindurch) Biopsien in der modernen Tumordiagnostik in der Augenheilkunde. Durch die Kombination aus hoher diagnostischer Aussagekraft und günstigem Sicherheitsprofil leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur personalisierten Betreuung von Patient*innen mit Augentumoren.

Forschungspreis der Firma Örtli für Monja Michelitsch

Der Forschungspreis der Firma Örtli ging an Monja Michelitsch und ihr Team für die FAN-Studie. In einer prospektiven monozentrischen Arzneimittelstudie wurde untersucht, ob die Behandlungsfrequenz von Patientinnen und Patienten mit feuchter altersbedingter Makuladegeneration nach einer Umstellung von Aflibercept auf Faricimab reduziert werden kann.  Die Studie zeigte, dass sich bei mehr als einem Drittel der Augen die Zeit zwischen den Injektionen um mindestens zwei Wochen verlängern ließ. Faricimab kann daher helfen, die Behandlungsintervalle zu verlängern und die Zahl der notwendigen Injektionen und damit die Belastung der Patient:innen und deren Behandlungsrisiko zu vermindern.

Wie gratulieren allen Preisträger*innen herzlich!

Fotos: Mit freundlicher Genehmigung der ÖOG - Fotocredits H. Steiner