Otto Loewi Lecture 2026: Stoffwechselforscherin Juleen Zierath

Forschung

Die renommierte Wissenschafterin sprach über molekulare Signalwege, die Insulinsensitivität und Muskelerhalt bei Typ‑2‑Diabetes beeinflussen.

Otto Loewi Memorial Lecture Otto Loewi Memorial Lecture MONIKA WITTMANN PHOTOGRAPHY

Die Otto Loewi Memorial Lecture wurde im Jahr 2006 anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Verleihung des Nobelpreises an Otto Loewi ins Leben gerufen. Alle zwei Jahre verleiht die Med Uni Graz an hochrenommierte Forscher*innen aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen diese ehrenvolle Auszeichnung.

Diese Woche war die weltweit renommierte Stoffwechselforscherin Juleen Zierath im Rahmen der Otto Loewi Memorial Lecture an der Med Uni Graz zu Gast. Nach den Eröffnungsworten von Rektorin Andrea Kurz gab Gerald Lamprecht, Leiter des Centrums für Jüdische Studien der Uni Graz, einen Überblick über das Leben und die Arbeit von Otto Loewi. Akos Heinemann, Vizerektor für Forschung der Med Uni Graz, führte durch das Programm und stellte Juleen Zierath, Professorin am Karolinska-Institut in Stockholm und an der Universität Kopenhagen, vor.

Juleen Zierath widmete ihren Vortrag den molekularen Signalwegen der Insulinsensitivität und des Muskelerhalts bei Typ‑2‑Diabetes. Sie zeigte eindrucksvoll, wie körperliche Aktivität und Insulinsignale zusammenwirken, um die Glukoseaufnahme zu steuern und die Skelettmuskulatur zu schützen. Eine ihrer zentralen Botschaften: Regelmäßige Bewegung wirkt gleichzeitig auf mehrere molekulare Ebenen – sie steigert die Insulinsensitivität, beeinflusst den Stoffwechsel und trägt wesentlich zur Erhaltung der Muskelfunktion bei.

Das Publikum zeigte sich sichtlich beeindruckt von der dynamischen und inspirierenden Präsentation. Beim anschließenden Get together bot sich reichlich Gelegenheit für Austausch und Vernetzung.