Medical Science Talks 2026 rund um Healthy Aging und Critical Operations
Eine alternde Gesellschaft, technologischer Fortschritt, zunehmende Digitalisierung und steigende Anforderungen an die Gesundheitsversorgung stellen die Medizin vor neue Herausforderungen. Wie können Menschen möglichst lange gesund und selbstbestimmt leben? Welche Rolle spielen dabei künstliche Intelligenz, digitale Technologien und innovative Versorgungskonzepte? Und wie gelingt es, medizinische Innovationen so zu gestalten, dass sie den Menschen tatsächlich unterstützen?
Diesen Fragen widmen sich die Medical Science Talks im Rahmen von Graz Connects. Sie greifen damit zentrale Zukunftsfragen der Gesundheitsversorgung auf.
Healthy Aging: Technologie für ein längeres und selbstbestimmtes Leben
Die Medizinische Universität Graz widmet sich mit ihrem Themenschwerpunkt Healthy Aging der Frage, wie Gesundheit, Lebensqualität und Selbstständigkeit im höheren Alter erhalten und gefördert werden können. Dabei geht es nicht nur darum, welche medizinischen Möglichkeiten künftig zur Verfügung stehen, sondern auch darum, wie neue Lösungen erfolgreich in den Alltag der Menschen integriert werden können.
Ein zentraler Aspekt dabei ist der Einsatz intelligenter Technologien in der Gesundheitsversorgung. In der Session „Health in the age of intelligence“ diskutiert Lars-Peter Kamolz, Vorstand der Universitätsklinik für Chirurgie der Med Uni Graz, gemeinsam mit weiteren Expert*innen, wie künstliche Intelligenz, Robotik und vernetzte Versorgungskonzepte dazu beitragen können, die Gesundheitsversorgung weiterzuentwickeln und einen konkreten Mehrwert für Patient*innen und Versorgungssysteme zu schaffen.
„Künstliche Intelligenz und intelligente Systeme sind keine Alternative zum Menschen, sondern ein Werkzeug zur Stärkung seiner Fähigkeiten. Sie sollten das klinische Urteilsvermögen, die ärztliche Expertise und die Empathie nicht ersetzen, sondern durch die Automatisierung von Routinetätigkeiten und die Vermeidung unnötiger Krankenhausaufenthalte Freiräume schaffen – für mehr Zeit mit den Patient*innen“, betont Lars-Peter Kamolz.
Wenn Innovationen an der Anwendung scheitern
Dass medizinischer Fortschritt allein nicht automatisch bessere Versorgung bedeutet, steht im Mittelpunkt der Session „Where good medicine goes wrong“. Selbst hoch entwickelte Medizinprodukte können in der Praxis scheitern, wenn sie zu komplex gestaltet sind oder die Bedürfnisse der Menschen nicht ausreichend berücksichtigen.
Thomas Pieber, Leiter der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie der Medizinischen Universität Graz, diskutiert gemeinsam mit Expert*innen aus Medizin, Technologieentwicklung und Design, warum die Nutzer*innenorientierung ein entscheidender Faktor für erfolgreiche medizinische Innovation ist.
„Medizinische Produkte müssen für jene Menschen entwickelt werden, die sie tatsächlich verwenden. Nur wenn Anwender*innen frühzeitig in Entwicklungsprozesse einbezogen werden, können Technologien entstehen, die sicher, verständlich und im Alltag hilfreich sind“, so Thomas Pieber.
Die Zukunft der Medizin verbindet Technologie und Menschlichkeit
Die Medical Science Talks führen damit zwei zentrale Perspektiven der Gesundheitsversorgung der Zukunft zusammen: einerseits die Frage, wie Menschen gesund und selbstbestimmt altern können, andererseits die Frage, wie das Gesundheitssystem auch unter herausfordernden Bedingungen leistungsfähig bleiben kann. Die Beiträge der Medizinischen Universität Graz zeigen, dass Fortschritt dort entsteht, wo medizinische Expertise, technologische Innovation und die Bedürfnisse der Menschen zusammenkommen.
| Medical Science Talks 2026 | Healthy Aging & Critical Operations in Healthcare |
| Datum: | 13. bis 14.Oktober 2026 |
| Ort: | Messe Graz |
| Website: | https://grazconnects.org/medical-science-talks/ |
#HealthyAging - gesund älter werden
Gesundes Altern an der Medizinischen Universität Graz – Forschung, Lehre und Praxis im Dialog.
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