FWF-ASTRA-Preis für Mahmoud Abdellatif

Auszeichnungen

Die Förderungen unterstützen fortgeschrittene Postdocs auf dem Weg an die Spitze ihres Forschungsfelds.

Herzlichen Glückwunsch Mahmoud Abdellatif Herzlichen Glückwunsch Mahmoud Abdellatif © Lukas Gojda - stock.adobe.com

Der FWF vergibt 18 FWF-ASTRA-Preise in Höhe von jeweils rund einer Million Euro an Wissenschafter*innen, darunter elf Frauen. Die Ausgezeichneten überzeugten mit ihren Projektideen in einem hochkompetitiven Auswahlverfahren und bei einem Hearing vor einer internationalen Jury. Die Verteilung der geförderten Projekte verdeutlicht die thematische Vielfalt der Grundlagenforschung: Je etwa ein Drittel stammt aus den Naturwissenschaften und der Technik, der Biologie und Medizin sowie den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Insgesamt begutachtete der FWF in der zweiten Ausschreibungsrunde der FWF-ASTRA-Preise Einreichungen von 170 Forschenden. Im Zuge der Programmreform erhöhte er die Gesamtfördersumme bei diesen hochkompetitiven Karriereförderungen auf 22 Millionen Euro, Forschende aus einem breiteren Themenspektrum kommen so zum Zug – bei einer ausgewogenen Beteiligung von Frauen.

Mahmoud Abdellatif, Medizinische Universität Graz – Dem Herz helfen, gesund zu altern

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor die weltweit häufigste Todesursache, wobei das Altern den größten Risikofaktor darstellt. Noch ist nicht klar, warum das Herz mit der Zeit anfälliger wird und ob sich dieser Prozess verlangsamen lässt. Wichtige Schutzmechanismen, die im Laufe des menschlichen Alterungsprozesses nachlassen und eng mit dem kardiovaskulären Risiko verbunden sind, sind bereits bekannt. In seinem ASTRA-Projekt wird Mahmoud Abdellatif untersuchen, warum diese Systeme versagen und wie sie zur Entstehung von Erkrankungen im höheren Lebensalter beitragen. Darauf aufbauend sollen neue therapeutische Strategien entwickelt werden, die darauf abzielen, diese Schutzmechanismen wiederherzustellen, und ihre Fähigkeit testen, die Herzfunktion im Alter zu erhalten. Das Projekt rüttelt an einer seit Langem bestehenden Annahme in der Medizin: dass der kardiovaskuläre Verfall im Alter unvermeidbar ist.

Die Medizinische Universität Graz gratuliert herzlich zu diesem großartigen Erfolg!