Auszeichnung für genetische Forschung zu Erkrankungen der Lungengefäße

Auszeichnungen

Vasile Foris wurde im Rahmen der Jahrestagung der American Thoracic Society ausgezeichnet.

Detailreiche Illustration einer menschlichen Lunge Detailreiche Illustration einer menschlichen Lunge © Shomixer – stock.adobe.com – generiert mit KI

Vasile Foris von der Klinischen Abteilung für Pneumologie wurde bei der Jahrestagung der American Thoracic Society (ATS) in Orlando, Florida, mit einem ATS Abstract Scholarship ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird von der ATS Assembly on Pulmonary Circulation für besonders hoch bewertete wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Lungengefäßforschung vergeben.

Seit 2024 forscht Vasile Foris an der Harvard Medical School in Boston, USA, in der Channing Division of Network Medicine. Dort untersucht er die genetischen und molekularen Grundlagen von Erkrankungen der Lungenstrombahn und arbeitet mit internationalen Forschungsteams an der Entwicklung neuer Ansätze für Präzisionsmedizin.

Ausgezeichnet wurde seine Arbeit „Genetic Determinants of Pulmonary Artery Enlargement in Over 50,000 Subjects With and Without COPD“. Die Studie analysierte die genetischen Daten von mehr als 50.000 Personen und ist damit die bislang größte genetische Studie zur Struktur der Lungengefäße weltweit. Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse darüber, welche biologischen Mechanismen die Struktur der Lungengefäße beeinflussen. Die Arbeit trägt damit zu einem besseren Verständnis der Entstehung von Lungengefäßerkrankungen bei und könnte langfristig neue Ansatzpunkte für Diagnostik und Therapie eröffnen.

„Die Auszeichnung unterstreicht die internationale Sichtbarkeit der Grazer Forschung auf dem Gebiet der Genetik und Multiomics von Lungengefäßerkrankungen. Moderne genomische und multiomische Technologien eröffnen neue Möglichkeiten, Krankheitsmechanismen besser zu verstehen und langfristig präzisere Diagnose- und Therapieansätze zu entwickeln. Gleichzeitig zeigt sie den hohen Wert internationaler Forschungskooperationen für den wissenschaftlichen Fortschritt und die Weiterentwicklung der Präzisionsmedizin“, erklärt Vasile Foris.

Die Forschungsarbeit wurde durch ein Forschungsstipendium der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP), ein Max-Kade-Fellowship sowie ein TOPMed-Fellowship gefördert. Die Förderungen ermöglichten den Forschungsaufenthalt an der Harvard Medical School sowie die Zusammenarbeit mit führenden internationalen Zentren der genetischen und translationalen Lungenforschung.

Die Med Uni Graz gratuliert herzlich zu diesem Erfolg!