Das digitale Gehirn: Christian Enzinger präsentierte sein Buch
Zahlreiche Besucher*innen kamen an die Medizinische Universität Graz, um die Präsentation von Christian Enzingers neuem Buch „Das digitale Gehirn“ zu erleben. Geraldine Zenz moderierte die Veranstaltung nach einer Einleitung durch Vizerektor Alexander Rosenkranz.
Unser Gehirn ist heute ständig gefordert: Nachrichten, soziale Medien, digitale Informationen und zunehmend auch Künstliche Intelligenz begleiten unseren Alltag. Doch was macht diese permanente digitale Reizflut mit unserem Denken? Und wie können wir KI sinnvoll nutzen, ohne wichtige Denkleistungen an sie auszulagern? Diesen Fragen widmete sich Christian Enzinger in seinem Vortrag und stellte zentrale Erkenntnisse aus seinem neuen Buch vor. Dabei ging es unter anderem um die erstaunliche Anpassungsfähigkeit des menschlichen Gehirns. Dank seiner Neuroplastizität kann es sich ein Leben lang verändern und auf neue Herausforderungen einstellen.
Der Universitätsprofessor für Neurologie und Buchautor sprach darüber, wie die digitale Welt unser Denken, Lernen und unsere Aufmerksamkeit verändert, im Mittelpunkt standen auch die Bedeutung von Ruhephasen und die Frage, wie KI sinnvoll als Werkzeug eingesetzt werden kann, ohne das eigene Denken zu ersetzen. „KI sollte man als Hilfsmittel sehen, als Augmentation der Leistungsfähigkeit unseres Gehirns, nicht als Denkersatz“, betonte Christian Enzinger. Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Besucher*innen die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit dem Neurologen über die Chancen und Herausforderungen der digitalen Entwicklung zu diskutieren.
Mit „Das digitale Gehirn“ möchte Christian Enzinger wissenschaftlich fundierte Anregungen geben, wie wir die Möglichkeiten der digitalen Welt nutzen können, ohne dabei unser eigenes Denken, unsere Kreativität und innere Ruhe aus dem Blick zu verlieren.